futterumstellung - junior auf adult

Als Krokette, Pellets oder aus der Dose

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stella
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futterumstellung - junior auf adult

Beitrag von stella »

hallo, ich hab mal wieder eine frage.

ich habe gesagt bekommen, es wäre besser wenn ich stella mit einem halben jahr schon auf adult futter umstellen soll. wegen dem proteingehalt. ich persönlich finde es aber zu früh.

was könnt ihr mir dazu sagen? ab wann habt ihr adult futter gegeben ???
Mfg Stella und Sindy Bild
MaSh

Hi Sindy!!!

Beitrag von MaSh »

Ich habe jetzt schon desöfteren gehört, dass man bis zu einem Jahr mit
der Umstellung von Junior auf Adult warten soll!!! Ich werd' mich auch
danach richten, aber ich denke nicht, dass wenn man schon vorher
umstellt, das so schlimm wäre!!! :wink:
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stella
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Beitrag von stella »

danke manu.
ich muß zu meinem ersten posting noch was dazu fügen. die person die mir das empfohlen hat, hätte diesen tip vom TA bekommen.... :?:
Mfg Stella und Sindy Bild
Gast

Beitrag von Gast »

zu dem thema gibts verschiedenen meinungen, die einen geben schon ab welpenalter erwachsenenfutter, andere später oder noch später.
ich geb meinen so bis ca einem halben jahr welpenfutter plus vielleicht einem monat je nach dem wie der sack zuende geht und wie der hund aussieht.
wachtumsmässig kommt halt nach 6 -7 monaten nicht mehr viel, darum hör ich auf.
es gibt aber auch stimmen die sagen bis 18 monaten.
muß jeder machen wie er für richtig hält.

viele grüße evelyn
Findus

Beitrag von Findus »

Findus bekommt von Anfang an das Hundefutter "Biss 25".

In den ersten Lebenswochen bekommt er die Futtermenge, die ein erwachsender Hund gleichen Gewichts bekommen würde plus 100 % mehr. Ab 4,5 Monaten bekommt er die Menge die ein erwachsener Hund gleichen Gewichts bekommen würde plus 50 % mehr. Den Zusatz von 50 % wird bis zu seinem 12. Lebensmonat gekürzt.

Er hat ab der 8. Lebenswoche exakt 1 kg pro Woche zugenommen und wiegt jetzt mit 23 Wochen 24 kg.
Man sieht seine Rippen nicht, kann sie aber sofort bei Handauflegen gut fühlen. Er hatte bisher nie Durchfall, obwohl er im Herbst Pflaumen und Äpfel ohne Ende von der Wiese genascht hat. Sein Fell glänzt (ja, obwohl er gelb ist), verliert m.E. nicht übermäßg viele Haare (hatte mir das beim Labrador schlimmer vorgestellt) und muß auch nicht übermäßig viele große Geschäfte machen (2 - 3 x am Tag). Die Pupser stinken nur dann, wenn er Pansen als Leckerlie bekommen hat.

Bei diesem Futter brauch und sollte man nichts zufüttern, da Biss 25 alles enthält, was Labrador so braucht.
Wenn er demnächst erwachsen ist, brauch ich auch kein Futter umzustellen, sondern muß mich nur an die Futteranweisung des Herstellers halten (je nach Typ des Hundes muß man geringfügig nach oben oder unten anpassen), der im Gegensatz zu den herkömmlichen Futterherstellern nicht mit der Futtermenge übertreibt.

Der 20 kg Sack kostet je nach Abnahmemenge 37 Euro, wenn ich 5 Säcke abnehme lediglich 35 Euro pro Sack. Der einzige Nachteil ist, ich bekomme das Futter nicht überall, sondern muß zu einem Verteiler fahren oder es mit kleinem Preisaufschlag per Internet bestellen.

Findus bekommt zur Zeit dreimal täglich 130 g.
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monja
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Beitrag von monja »

Hi Sindy,

unsere Züchter haben uns angeraten einen einzigen 15-kg Sack Juniorfutter zu geben und danach auf Erwachsenenfutter umzustellen, da das Juniorfutter ein zu schnelles Wachstum fördern würde, was dann wiederum auf die Gelenke geht.

Wir haben uns danach gerichtet und sind sehr gut damit gefahren. Die Umstellung hat problemlos funktioniert. Monty ist nicht zu schnell gewachsen, hat jetzt aber trotzdem seine endgültige Größe erreicht (exakt 57 cm Schulterhöhe).

Also mir hat damals das Argument der Züchter eingeleuchtet - grade bei mittlegroßen bis großen Rassen sollte man darauf achten, daß der Hund nicht zu schnell wächst. Ein Einfluß auf die genetisch bedingte Endgröße des Hundes hat das nicht.
Viele Grüße
Anja mit Montybär Bild
seafront

Beitrag von seafront »

Hallo,
unsere Züchter haben uns angeraten einen einzigen 15-kg Sack Juniorfutter zu geben und danach auf Erwachsenenfutter umzustellen, da das Juniorfutter ein zu schnelles Wachstum fördern würde, was dann wiederum auf die Gelenke geht.
Diese Auffassung ist schon lange widerlegt und stammt noch aus Zeiten vor 20-30 Jahren.
Prof. Zentek, der sich auf das Gebiet der Hundeernaehrung und Diaetetik spezialisiert hat, schrieb in einem Bericht dazu, dass schnelles Wachstum nicht durch niedrigen Proteingehalt beeinflusst werden kann. Man soll elaut seinem Rat, grosse Hunderassen bis zu einem Jahr mit Welpen/Juniorfutter fuettern.
Also mir hat damals das Argument der Züchter eingeleuchtet - grade bei mittlegroßen bis großen Rassen sollte man darauf achten, daß der Hund nicht zu schnell wächst. Ein Einfluß auf die genetisch bedingte Endgröße des Hundes hat das nicht.
Wie oben schon gesagt, kann man einen Hund, der einer grossen Rasse angehoert, nicht dahingehend beeinflussen, dass er langsamer waechst. Diese Rassen wachsen nunmal schnell. Man muss darauf achten, dass die Zusammensetzung des Futters so ist, dass der Hund alles bekommt, was er zum gesunden Wachsen braucht. Nur sollte man auf die Menge achten. Denn hoher Proteingehalt im Futter wirkt sich nur negativ aus, wenn ZUSAETZLICH ZUVIEL an Menge gefuettert wird.
Das sind die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet, die sich leider groesstenteils noch nicht mal bis zu den TA´s rumgesprochen haben.

Viele Gruesse
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monja
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Beitrag von monja »

Huiii, das wußte ich nicht! Danke Martina für die Aufklärung :)
Bedeutet das, daß es schädlich für die Entwicklung des Welpen/Junghundes ist, wenn zu früh auf Erwachsenenfutter umgestellt wird? :?
Viele Grüße
Anja mit Montybär Bild
Fredi

Beitrag von Fredi »

monja hat geschrieben:Bedeutet das, daß es schädlich für die Entwicklung des Welpen/Junghundes ist, wenn zu früh auf Erwachsenenfutter umgestellt wird? :?
Das ist eine Frage, die Dir jeder anders beantwortet. Ich füttere meine Golden vom Welpenalter an mit einem Erwachsenenfutter. Die Hunde werden schon bei der Züchterin darauf umgesteltt, kurz bevor sie ebgegeben werden. Meine Züchter halten es genauso. Weder sie (und sie züchten schon seit 10 Jahren) noch ich haben mit dieser Art der Fütterung schlechte Erfahrungen gemacht.
monja hat geschrieben:unsere Züchter haben uns angeraten einen einzigen 15-kg Sack Juniorfutter zu geben und danach auf Erwachsenenfutter umzustellen, da das Juniorfutter ein zu schnelles Wachstum fördern würde, was dann wiederum auf die Gelenke geht.
seafront hat geschrieben:Diese Auffassung ist schon lange widerlegt und stammt noch aus Zeiten vor 20-30 Jahren.
Da kann ich Martina nur zustimmen. Dennoch bin ich keine Befürworter von einem hohen Rohproteingehalt, da Protein ja für den Aufbau von Muskelmasse verantwortlich ist, was sich bei einem Zuviel wieder negativ auf das Gewicht und somit auf die Gelenke auswirkt. Und die meisten Welpenfutter haben immer noch einen recht hohen Rohproteingehalt. Wenn Welpenfutter, dann eines mit einem Rohproteingehalt um die 25%.
Da unterscheidet sich das Welpenfutter von Martina übrigens nicht von meinem Erwachsenenfutter.
Was sich unterscheidet, ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis.

Liebe Grüße,
Fredi
Fredi

Beitrag von Fredi »

Noch etwas.
Der Rohproteingehalt sollte auch nicht viel niedriger als 25% sein, da der Hund sich ja im Wachstum befindet.

Liebe Grüße,
Fredi
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Lillefini
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Beitrag von Lillefini »

Ich habe Lille und Fini auf Wunsch der Züchter bereits mit ca. 10-12 Wochen auf ein hochwertiges Adult-Futter umgestellt. Beide sind gleichmäßig gewachsen, Lille hat 1A Röntgenergebnisse.
Liebe Grüße,
Stephie mit Maybe & Feline
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seafront

Beitrag von seafront »

Meine drei geroentgeten Golden sind nach oben geschilderter Methode mit Welpenfutter bis zu einem Jahr gross geworden und alle drei haben eine A-Huefte, zwei sind ED frei und einmal haben wir Grad1/1, was aber eher auf Vererbung denn auf das Futter zurueckzufuehren ist.
Stephie, ich kenne deine Zuechter und weiss, dass sie das mit der Umstellung ab 10 Wochen heute noch jedem erzaehlen, der auf "ihren" Uebungsplatz kommt. Da koennen sie ja gleich von Anfang an Erwachsenenfutter geben.
Wie aber schon gesagt, bin ich auch als Zuechter der festen Ueberzeugung, dass ein Welpe/Junghund in seinen Beduerfnissen anders ist als ein erwachsener Hund.
Mich ueberzeugen da auch die Aussagen von Fachleuten eher als die von anderen Menschen. Deshalb werde ich weiter meinen Welpenleuten und allen, die mich in dieser Sache um Rat fragen, empfehlen, die Hunde mit Welpenfutter bis zu einem Jahr zu fuettern, nie zu grosse Mengen zu geben und mit einem Jahr dann umzustellen auf ein entsprechendes Adultfutter, was aber auch nicht einen solch niedrigen Proteingehalt haben sollte wie ein Lightfutter.

Viele Gruesse
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Lillefini
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Beitrag von Lillefini »

@Martina, ich habe das nicht nur von Lillemor's sondern auch von Finja's Züchtern gehört. Zufall, dass es gerade diese beiden Züchter machen? Keine Ahnung, will auch nicht behaupten, dass es der richtige Weg ist, kann nur von unseren Empfehlungen und Erfahrungen dazu berichten.
Liebe Grüße,
Stephie mit Maybe & Feline
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seafront

Beitrag von seafront »

@Stephie: Alte Zoepfe halten sich eben lange.
Ich denke schon, dass ein TA, (Prof. Zentek) der auf Ernaehrung und Diaetetik bei Hunden spezialisiert ist, mehr Ahnung haben muesste als ich oder irgendein anderer Mensch. Deshalb halte ich mich an seine Vorgaben. In den letzten Jahren hat sich auf dem Gebiet der Hundeernaehrung einiges getan und der Fortschritt haelt nicht an.
Ansonsten ist natuerlich klar, dass jeder seinen Hund nach seinen eigenen Regeln fuettern kann und soll.

Viele Gruesse
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