Mary hat geschrieben:
Ich hab mich nicht so gründlich mit der Getreidefütterung beschäftigt, da ich direkt gelesen hatte, daß es eigentlich unnatürlich für Hunde ist. Daher dachte ich mir, lassen wir das Getreide mal weg...
Das mit natürlich und unnatürlich für Hunde ist so eine Sache. Keiner von uns Normalo-Hundehaltern wird seinem Hund komplette Beutetiere präsentieren können, die er mitsamt Gras, Wildsamen und Kräutern als Mageninhalt sowie Haut und Fell verspeisen darf. Demnach dürfte man dann auch weder gute Öle, noch Milchprodukte, noch Bananen und Co füttern.
Wir haben aber den Vorteil, daß die meisten unserer Hunde auch das Unnormale gut annehmen und sogar Nutzen daraus ziehen.
Getreide kommt halt in meinen Augen aus zwei bestimmten Gründen in der Hundeernährung in Verruf. Im industriell gefertigten Fertigfutter ist a) zuviel Getreide und b) zum überwiegenden Teil bis sogar komplett nur Getreideabfall drin. Das schadet dem Hundekörper, insbesondere den Gelenken. Aber dabei darf man nicht vergessen, daß Getreide in kleinen Mengen und guter Qualität auch seinen Nutzen haben kann. Duke bekommt z.B. zur Zeit Hafer, da dieser entgiftende Eigenschaften hat.
Außerdem kann es wie Haut und Fell als darmreinigender Ballaststoff wirken.
Mary hat geschrieben:
Außerdem hatte ich gelesen, daß Hunde im Gegensatz zum Menschen die Energie hauptsächlich aus Fett nehmen. Ist das von Hund zu Hund verschieden?
Es gibt halt einige Hunde, die auch aus Kohlenhydraten Energie ziehen. Wir können ja die Ernährung bei der Rohfütterung viel besser auf das Individuum vor uns ausrichten.
Es gibt auch ein paar Hunderassen, da sollte man die Herkunft beachten und die dortige Ernährungsweise. Tibetische Hunde z.B. sollen schon wesentlich länger auf Getreidebasis ernährt worden sein als unsere Trofu-Hunde. Da wird aber auch ein ganz anderes Ausleseverfahren abgelaufen sein als bei unseren Hunden (auf die Ernährung bezogen).
Mary hat geschrieben:
Mittlerweile ist sie aber auch ganz munter und hat auch wieder zugenommen. Vielleicht war es einfach zu wenig?
Was wiegen eigentlich Eure Hunde, wenn sie 500 g Fleisch am Tag bekommen? Nala kriegt jetzt 400g; sie wiegt ca. 28 kg. Gemüse und Obst kriegt sie etwa 150 g tägl., und dann verschiedene Zusätze: 3x Öl, 3x Algen, 2x Ei, 2x Knoblauch, 2x Kräuter (Hokamix) und 1x Heilerde. Ist das ok?
Der Stoffwechsel ist halt unterschiedlich bei den Hunden. Wenn man mit einem ausgewachsenen Hund anfängt, dann sollte man mit 2% des Körpergewichtes als Tagesmenge beginnen. Diese Menge erhöht oder mindert man je nach Gewichtsentwicklung des Hundes. Wie bei uns neigt der eine zur Fettleibigkeit, der nächste wiederum verbrennt Energie, was das Zeug hält. Duke hat in der Zeit vor der Kastration z.B. 4,5% seines Körpergewichtes alleine an Fleisch verdrückt. Da war alles andere noch nicht dabei. Heute bekommt er nur noch die Hälfte der damaligen Ration.
Mary hat geschrieben:
Ich hab jetzt noch bei Gesunde Hunde gelesen, daß man einen Tag fleischlos füttern soll... Macht Ihr das? Da ich momentan noch keine größeren Stücke füttere, gebe ich immer Fleisch und Gemüse zusammen (morgens und abends). Ist das ok oder wäre es besser, eine Gemüse/Obst-Mahlzeit und eine Fleischmahlzeit zu geben?
Halbe oder ganze Fastentage sowie fleischlose Mahlzeiten dienen der Entlastung der Entgiftungsorgane. Da wären wir wieder beim Wolf, der ja auch nicht täglich Jagdglück gehabt haben soll. Ich habe einen halben Fastentag eingebaut, an dem Duke sonst auch nur eine Getreide/Obst/Gemüsemahlzeit erhält. Da Duke eh viele Medikamente bekommt, achte ich verstärkt auf Entgiftung.